Organische Pigmente, die in der Druckfarbenindustrie verwendet werden
Produktdetails
Organische Pigmente sind eine Klasse farbiger organischer Verbindungen, die in Wasser und den verwendeten Medien (wie Ölen und Lösungsmitteln) unlöslich sind. Sie liegen typischerweise als hochdisperse Mikropartikel vor, die an der Oberfläche eines Objekts haften oder durch Bindemittel oder filmbildende Substanzen in das Objekt eingemischt werden und es dadurch färben.
Hauptkategorien und typische Vertreter
Organische Pigmente sind vielfältig und lassen sich hauptsächlich nach ihrer chemischen Struktur in folgende Kategorien einteilen:
Azopigmente: Dies ist die größte Kategorie hinsichtlich Produktionsmenge und Vielfalt und macht etwa 59 % aller organischen Pigmente aus. Die Farben sind hauptsächlich Gelb, Orange und Rot, wie beispielsweise das gängige Benzidingelb und Permanentorange.
Phthalocyaninpigmente: Sie stellen die zweitgrößte Kategorie in Bezug auf das Produktionsvolumen dar und machen etwa 24 % aus. Es handelt sich hauptsächlich um leuchtende und hochstabile Blau- und Grüntöne, wie beispielsweise Phthalocyaninblau und Phthalocyaningrün, die in hochwertigen Druckfarben und Lacken weit verbreitet sind.
Lackpigmente: Diese werden durch Umwandlung wasserlöslicher Farbstoffe (wie saurer und basischer Farbstoffe) in unlösliche Pigmente mithilfe von Fällungsmitteln hergestellt. Sie bieten leuchtende Farben und sind kostengünstig, beispielsweise Goldrot und irisierendes Cyan.
Hochleistungs-Organische Pigmente (HPP): Diese Pigmente zeichnen sich durch hervorragende Lichtechtheit, Hitzebeständigkeit und Migrationsbeständigkeit aus. Typische Beispiele sind Chinacridone (die Magenta, Violett usw. liefern, wie z. B. Pigment Violett 19), Dioxazine (die leuchtendes Violett liefern, wie z. B. Permanent Violett RL) und Isoindolinone (die ein hervorragendes Gelb liefern).
Hauptanwendungsgebiete
Organische Pigmente finden aufgrund ihrer leuchtenden Farben, ihrer starken Farbkraft und ihrer hohen Sicherheit vielfältige Anwendung:
Druckfarben: Dies ist das größte Anwendungsgebiet und macht etwa 60 % der organischen Pigmente aus.
Farben/Beschichtungen: Verwendung in Autolacken, Architekturbeschichtungen und industriellen Korrosionsschutzbeschichtungen.
Kunststoffe/Gummi: Wird zum Färben von Kunststoffprodukten, synthetischen Faserzellstoffen und Gummireifen verwendet.
Weitere Anwendungsgebiete: Künstlerpigmente (wie Wasserfarben und Ölfarben), Kosmetika, Schreibwaren (Buntstifte und Farbstifte) und elektronische Materialien (wie LCD-Farbfilter).
Kernmerkmale organischer Pigmente
Neben den oben genannten Vor- und Nachteilen besitzen organische Pigmente auch einige wichtige physikalische und chemische Eigenschaften, die ihre Anwendungsleistung bestimmen:
Partikelgröße und -verteilung: Die Größe der Pigmentpartikel (typischerweise im Nanometer- bis Mikrometerbereich) beeinflusst direkt ihre Farbe, Farbstärke, Deckkraft, Transparenz und Witterungsbeständigkeit. Beispielsweise führt eine kleinere Partikelgröße im Allgemeinen zu höherer Transparenz und stärkerer Farbstärke, kann aber die Witterungsbeständigkeit verringern.
Spezifische Oberfläche: Kleinere Partikelgrößen führen zu einer größeren spezifischen Oberfläche und stärkerer Oberflächenadsorption, was sich auf die Dispergierbarkeit und die rheologischen Eigenschaften des Pigments im Medium auswirkt.
Kristallform: Organische Pigmente mit derselben chemischen Struktur können in verschiedenen Kristallformen (Polymorphen) vorliegen. Unterschiedliche Kristallformen können sich hinsichtlich Farbe, Stabilität und Anwendungseigenschaften deutlich unterscheiden. Beispielsweise existiert Phthalocyaninblau in mehreren Kristallformen wie α, β und γ, wobei die β-Kristallform eine stabile grünblaue Farbe aufweist.
Oberflächenbehandlung: Um die Dispergierbarkeit und Stabilität des Pigments im Medium zu verbessern oder ihm spezielle Eigenschaften (wie z. B. leichte Dispergierbarkeit, Hydrophobie usw.) zu verleihen, werden Pigmentpartikel üblicherweise oberflächenbehandelt (z. B. durch Zugabe von Tensiden, Harzbeschichtungen usw.). Behandelte Pigmente werden als leicht dispergierbare oder vordispergierbare Pigmente bezeichnet.
Chemische Stabilität: Darunter versteht man die Fähigkeit des Pigments, dem Angriff von Chemikalien wie Säuren, Laugen, Oxidationsmitteln und Reduktionsmitteln zu widerstehen. Dies ist entscheidend für Anwendungen wie Beschichtungen und Kunststoffe, die in speziellen Umgebungen eingesetzt werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass organische Pigmente eine Farbmittelklasse mit reichhaltigen Farben, einstellbaren Eigenschaften und guter Umweltverträglichkeit darstellen. Für die praktische Anwendung ist es notwendig, die Vor- und Nachteile anhand spezifischer Anforderungen (wie z. B. erforderliche Helligkeit, Haltbarkeit, Kosten, Verarbeitungsbedingungen usw.) umfassend abzuwägen und dabei Kernmerkmale wie Partikelgröße und Kristallform zu berücksichtigen, um die geeignete Pigmentsorte auszuwählen.























